Als Student privat versichert: Was sind die Vorteile?

Teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Für Studierende stellt sich irgendwann die Frage nach der eigenen Krankenversicherung, denn für die Immatrikulation an einer Hochschule ist sie Pflicht. Aber welcher Versicherungsschutz ist individuell richtig, gesetzlich oder privat? Je nach Voraussetzungen und Planung für die eigene Zukunft kann eine private Krankenversicherung die interessantere Alternative sein.

Welche Vorteile bietet eine private Krankenversicherung als Student?

Für Studierende besteht die gesetzliche Versicherungspflicht. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie sich gesetzlich versichern müssen. Je nach Berufswunsch (z. B. Beamte, Selbstständige) und wenn nur bessere Leistungen in Frage kommen, sollten sie sich frühzeitig mit einer privaten Krankenversicherung für einen eigenständigen leistungsstarken Versicherungsschutz entscheiden.

Studierende können bei einem Einstieg in die PKV besonders günstige Tarife nutzen. Moderne Versicherungen bieten Handlungsflexibilität, mit der jeder seine Versicherung in Bezug auf Leistungen und damit den Beitrag beeinflussen kann.

Das kommt vielen jungen Menschen zugute: Beiträge können zurückerstattet werden, wenn Leistungen nicht in Anspruch genommen werden (Beitragsrückerstattung). Bedarf und Tarife werden individuell ermittelt. Wer bereits weiß, dass später nur eine private Krankenversicherung in Frage kommt, für den gilt sicherlich: Je früher desto besser eigenständig absichern.

Wann lohnt sich eine Privatversicherung für Studenten?

Der Wechsel zu einer Privatversicherung lohnt sich insbesondere, wenn die Eltern Beamte sind. Günstige Tarife und individuelle Leistungen sind hier besonders interessant. Kinder von Beamten verfügen bereits über einen besonderen Versicherungsschutz durch die Beihilfeversorgung. Hier müssen oft nur 20% -30% des Beitrages  durch eine private Versicherung  beigesteuert werden. 

Die Regel ist, dass Schüler, Fachhochschüler und Studenten über einen Elternteil kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert sind. Ab dem 25. Lebensjahr sind grundsätzlich die Möglichkeiten eines verlängerten Verbleibs in der Familienversicherung ausgeschöpft und man muss sich endgültig selbst versichern. Es besteht Wahlfreiheit zwischen gesetzlich und privat.

Ist keine beitragsfreie Familienversicherung über die Eltern möglich, lohnt sich eine PKV aufgrund der niedrigeren Beiträge im Vergleich zur GKV von Anfang an.

Für Kinder, bei denen beide Elternteile privat versichert sind, ist die Sachlage etwas anders. Sie müssen sich mit Start von Studium oder Ausbildung selbst versichern. Dabei sind sie voll beitragspflichtig, starten aber natürlich mit vergünstigten Tarifen.

ACHTUNG : Jeder Student kann sich bei erstmaliger Aufnahme eines Studiums von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen. Diese Frist endet nach 3 Monaten !

Was ändert sich an der privaten Krankenversicherung für Studenten über 25?

Der Großteil der Studenten ist über einen GKV-versicherten Elternteil zu Beginn des Studiums familienversichert. Die Familienversicherung geht der Versicherungspflicht als Student vor und endet zum 25. Geburtstag.  Unmittelbar danach beginnt die Versicherungspflicht als Student. Dabei tritt der Studierende meistens in die GKV ein und zahlt einen ermäßigten Tarif in der studentischen Krankenversicherung. Ab diesem Zeitpunkt kann sich der Student aber auch von der Versicherungspflicht befreien lassen. Ein guter möglicher Start für die eigene private Vorsorge bei der Krankenversicherung.

Wenn Eltern einen Beihilfeanspruch haben, dann gilt der auch für ihre Kinder. Studierende Kinder sind berücksichtigungsfähig und können damit Beihilfe über einen beihilfeberechtigten Elternteil beziehen. Dieser sogenannte Beihilfeanspruch entfällt ab einem Alter von 25 Jahren. Der Student muss sich also selbst versichern.

Was gilt es bei einem Auslandsstudium zu beachten?

Die Krankenversicherung für Studenten im Ausland ist abhängig von den dortigen Gesetzen. Ich empfehle, sich generell vor dem Auslandsstudium mit der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA)  in Verbindung zu setzen.

Während eines Auslandssemesters in der EU sind Sie als Student weiterhin bei Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert. Diese übernimmt die Kosten der medizinischen Leistungen, die das Land vorgibt. Allerdings müssen Sie meist einen Teil der Kosten selbst tragen.

Gibt es besondere Regelungen bei einem Zweitstudium?

Auch während eines Zweitstudiums gilt die allgemeine Versicherungspflicht. Die Regelungen entsprechen denen für normale Studierende. Wenn eine Familienversicherung besteht, kann diese grundsätzlich bis zum 25. Lebensjahr genutzt werden.

Fazit : Es kann viele Vorteile haben sich schon früh, also bereits als Student , privat abzusichern – je nach individuellem Lebensweg. Hier sollte eine nachhaltige persönliche fachkundige Beratung durchgeführt werden, um früh die richtigen Weichen zu stellen !

Herzlichst, Ihr

Unser Newsletter

Erhalte regelmäßige Updates zu aktuellen Themen

Weitere Beiträge

Krankenversicherung

Als Student privat versichert: Was sind die Vorteile?

Für Studierende stellt sich irgendwann die Frage nach der eigenen Krankenversicherung, denn für die Immatrikulation an einer Hochschule ist sie Pflicht. Aber welcher Versicherungsschutz ist

Krankenzusatzversicherung

Schönes Lächeln in schweren Zeiten !

Bei den meisten Zahnzusatzversicherungen muss nach Vertragsabschluss eine Wartezeit vergehen, bevor Leistungen erstattet werden können. Es gibt aber auch Versicherungen ohne Wartezeiten. Mit einer Zahnzusatzversicherung

Kontaktieren Sie mich